Mit dem Rucksack durch Schweden

July 16th, 2010

Unter Aktiv-Urlaubern ist Skandinavien und besonders Schweden beliebter denn je. Die angenehm warmen, aber nicht schweißtreibend heißen Temperaturen im schwedischen Sommer eignet sich hervorragend, um um sich auf den eigenen zwei Beinen, oder zwei mit den eigenen zwei Beinen betriebenen Rädern über weite Strecken durchs Land zu bewegen. Rucksackurlauber haben es in Schweden wirklich gut. Die weiten Landschaften laden zu ausgedehnten Touren durch die Natur ein, bei denen man wirklich ganz für sich allein ist und oft tagelang keinen anderen Menschen trifft. Die herrlichen Seen und weiten Wälder üben bei einer solchen Reise durch Schweden eine ähnliche Faszination aus wie die wunderschöne Küste und die rauhen Gebirge. Wer als Backpacker durch Schweden zieht, hat gute Chancen einen echten Elch zu treffen, seltene Vögel zu beobachten und sich mit der Natur in völligem Einklang zu fühlen. Wer den Alltagsstress für eine Zeit völlig ausblenden und eine Zeitlang in schöner Umgebung mit sich alleine sein möchte, um zu grübeln oder einfach mal gar nicht zu denken, der ist mit einem Backpack-Urlaub in Schweden gut beraten.

Schweden hat für Backpacker ein großes Herz. Die Reglungen bezüglich des „wilden Zeltens“ sind sehr vage und wer sich benimmt, kann zelten, wo er will. Die Schweden sind Rucksack-Touristen gegenüber insgesamt sehr freundlich gesinnt, leicht findet man eine Mitfahrgelegenheit und wenn man etwas Glück hat, wird man auch schon mal zum Frühstück oder auf ein Bier eingeladen.

Wer nicht die ganze Zeit zelten möchte, kann sich für kleines Geld eine ganz einfache Hütte mieten (teilweise sind die ohne Strom und fließend Wasser, liegen dafür aber direkt am See) oder in einfach Hostels unterkommen.

Wer lieber in der Gruppe unterwegs ist, kann sich einer Kanu-Truppe anschließen und auf diese Weise das Land erforschen. Auch zu den Ferienhäusern in Schweden gehören häufig kleine Bötchen, die von den Gästen gern benutzt werden können.

Backpacking und Rucksack-Travel: Infos und Geschichte

December 3rd, 2009

Backpacking oder Rucksack-Reisen ist ein Ausdruck, der sich auf unabhängiges, günstiges, internationales Reisen bezieht. Diese Art des Reisens grenzt sich von anderen touristischen Formen ab, da es – um den Urlaub günstiger zu gestalten – den öffentlichem Transport zum Reisen benutzt, Jugendherbergen und Youth Hostels richtigen Hotels vorzieht und die Länge der Reisetripps von Backpackern zumeist länger ist als die von herkömmlichen Urlauben in Badebuchten am Meer. Backpacker sind außerdem vor allem daran interessiert, Kultur und Menschen der bereisten Städte und Länder kennen zu lernen, intensiver als dies während eines herkömmlichen Urlaubs möglich wäre. Den Namen hat das Backpacking bzw. Rucksack-Reisen übrigens von den Gepäckstücken, die die Reisenden benutzen: einen Rucksack, da dieser komfortabler ist, wenn man viel zwischen verschiedenen Städten und Ländern reist und lange unterwegs ist.

Die Wurzeln des Backpacking gehen auf die Hippie-Bewegung in den 1960ern und 1970ern zurück; die sogenannten „Hippie trails“ waren die Touren, auf denen Hippies den Weg von Europa nach Südasien zurückgelegt haben und die Reise zur Selbstfindung und Sinnsuche genutzt haben. Um so günstig wie möglich zu reisen, wurden die Reisen per Anhalter über den Landweg zurückgelegt. Schon damals waren es meist junge Leute, die diese Reisen zurückgelegt haben.

Backpacking als Lifestyle, aber auch als Geschäft, ist vor allem in den 2000er Jahren sehr gewachsen, die Anzahl von Youth Hostels ist fast überall auf der Welt gestiegen, Billig-Fluglinien und Interrail-Pässe erleichtern eine preisgünstige Reise und digitale Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten machen es leichter als je zuvor, eine Backpacking-Tour vorzubereiten. Backpacker sind heute oft mit elektronischem Equipment unterwegs, um verbunden zu bleiben mit der Heimat oder Reiseberichte von unterwegs zu verfassen. Begünstigt wird dies durch immer leichtere technische Erfindungen, vom Net-Book bis hin zur leichtgewichtigen Digitalkamera. Dieser Trend wird auch als „Flashpacking“ bezeichnet und bezieht sich nicht nur in seinem elektronischen Gepäck, sondern auch in finanziellen Mitteln nicht mehr in dem Maße auf den ursprünglichen Gedanken einer preisgünstigen Reise, wie dies zu Beginn der Backpacker-Bewegung war.
Übrigens: Interessante Reiseinfos auch für Rucksack-Reisende.